Im Airwars-Archiv befinden sich 2.978 mutmaßliche Fälle, in denen Zivilisten durch die US-geführte Koalition im Krieg gegen den IS zu Schaden kamen. Die Zahl der Getöteten wird auf mindestens 8.000 geschätzt. Zwar räumte die Koalition über 300 dieser Vorfälle ein, doch bislang erkannten nur vier Mitgliedstaaten – darunter die Niederlande – Schäden durch ihre eigene Beteiligung an. Im Rahmen des Projekts wurden Standorte aus dem Airwars-Archiv mit Daten des niederländischen Verteidigungsministeriums abgeglichen. Nach einjähriger Zusammenarbeit legte das Ministerium dem Parlament detaillierte Ergebnisse zu 61 von Airwars identifizierten Vorwürfen ziviler Schäden im Umfeld niederländischer Luftangriffe im Irak und in Syrien vor.